Auf Wiedersehen!

16 07 2010

Entschuldigung erstmal, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. Erst war ich noch ein bisschen beschaeftigt mit der Uni und dann mit Packen und allerlei Dingen, die man halt so gerne noch machen moechte, wenn man China so bald wieder verlaesst. Ausserdem habe ich mir gedacht, dass ich Euch ja auch noch ein bisschen Vorfreude auf mich aufbauen muss. Wenn ich hier immer alles ausplauder, hab ich ja gar nichts mehr zu erzaehlen. Deswegen also nur kurz:

1. Ich bin Master. Letzten Freitag hatte ich meine Final Presentation oder Defense wie man so schoen sagt. Also knappe 20 Minuten vor 8 Professoren meine Thesis "verteidigen". Waren aber alle ganz nett und deswegen sind wir auch alle durchgekommen. Den richtigen Master gibts allerdings erst, wenn ich in Aachen dann auch mein Dilpom abgeschlossen habe. Also noch ein bisschen Arbeit.


2. Klausuren sind auch super gelaufen alle. Noten sind traumhaft und das gibt dem ganzen Jahr dann nochmal das I Tuepfelchen.

3. Ich mag China. Und ich werde es, wie ich schon ein paar mal gesagt habe, auch vermissen. Andererseits freue ich mich jetzt schon auf Sauerbraten, Youtube und Autofahren mit Anschnallgurt. Und natuerlich auf alle, die hier fleissig meinen Blog gelesen haben. Ob anonym oder mit Wortmeldung :-P

Sonst gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Ich hoffe, dass ich heute nicht allzu viel Uebergepaeck habe bzw. die Flughafenmitarbeiter bei einem Kilo mal die Augen zudruecken. Ich hab leider die Bilder von der Final Presentation nicht auf meinem Laptop und kann deswegen noch nichts hochladen. Vllt schaff ich das zu Hause aber noch.

 Bis dahin erstmal Zaijian und vielen Dank an alle, die immer fleissig mitgelesen und an mich gedacht haben. Bald koennt ihr auch wieder richtig mit mir reden.

Eurer,

David


Die WM Euphorie und das nahende Ende

02 07 2010

So liebe Gemeinde,

nachdem ich meine letzte Klausur erfolgreich hinter mich gebracht habe, steht nächste Woche nur noch meine Abschlusspräsentation meiner Studienarbeit an. Ich bin aber ganz zuversichtlich, dass sich das ordentlich über die Bühne bringen lässt und habe mir deswegen nochmal vorgenommen Euch an meinen letzten Wochen teilhaben zu lassen.

Was gibts da zu sagen. Unter anderem hatten wir nochmal Besuch von Michas Freund Patrick, der momentan in Korea studiert, ursprünglich aber auch aus Aachen kommt. Zweitens die WM läuft! Und Deutschland schlägt sich ganz beachtlich. Am Sonntag waren wir nochmal am Sanlitun zum Teppanyaki essen und später in der gleichen Sportsbar wie beim Serbien Spiel. Diesmal wars allerdings so voll, dass wir uns mit einem Platz auf der Straße zufriedengeben mussten. Das Spiel konnten wir dann auf der Leinwand der Bar verfolgen. Inmitten von englischen und ein paar anderen deutschen Fans. Nach dem ersten Tor war dann der Bann gebrochen und es wurden laute Sprechchöre und Jubelrufe angestimmt. Super geil. Hier noch ein Jubelbild von uns.

Letzte Woche stand dann wieder Klausurvorbereitung an. Das Wetter hier ist ja mittlerweile schon länger richtig warm, aber diese Woche wars nochmal smoggig. Die Sonne ließ sich recht selten blicken und Peking zeigte sich mal wieder von der dunklen Seite. Das hat sich dann Freitag morgen schlagartig geändert und ich bin bei strahlendem Sonnenschein aufgewacht. Traumhaft. Draußen sind es grad 39 Grad und es ist das perfekte Freibadwetter. Deswegen haben wir uns dann direkt mal ein Eis und ein bisschen Sonne verordnet bevor es abends dann nochmal zum Feiern nach Sanlitun ging. Gestern Abend war dann mal wieder Fussball angesagt und ies ist wieder grandios gelaufen. Unglaublich was die deutsche Mannschaft da momentan zeigt.

Jetzt sind es nur noch genau 2 Wochen bis ich im Flieger sitze und die Heimreise antrete. Ist schon nen komisches Gefühl und ich frag mich die ganze Zeit, wo die Zeit hin ist. Mir kommt es vor als wäre meine Abschiedsparty letzte Woche gewesen. Wie ich schon ein paar mal gesagt habe: Ich werde Peking sicher auch ein bisschen vermissen zu Hause, freu mich aber natürlich auch riesig auf Euch alle.

Wir haben es heute auch geschafft endlich einen Raum zur Zwischenlagerung unser Möbel zu bekommen. Nach langem hin und her mit dem Department und der Wohnheimsverwaltung hat sich dann doch ein Raum im 11ten Stock aufgetan, in den wir unser Zeug räumen dürfen.

Das wars also erstmal wieder von meiner Seite. Ich wünsch Euch zu Hause ein paar sonnige Tage!

Zaijian,

David

P.S: Ich versuch auch noch ein paar Bilder vom gestrigen Fussballfest zu bekommen!






Die letzte Runde...

17 06 2010

你好,

zuerst einmal ein kleines "Entschuldigung", dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe, aber das hat Gründe. Im Moment gehts hier heiß her. Vor knapp 2 Wochen haben sie uns mitgeteilt, dass wir am Montag unsere Studienarbeit abgeben sollen. Da im Moment auch Klausurphase ist, hat das ein bisschen für Arbeitsstress gesorgt. Morgen früh schreibe ich meine erste Klausur und bis Sonntag muss das Werk dann fertig sein. Aber ich bin ganz zuversichtlich. Mir fehlt noch ein Kapitel und danach muss noch ein bisschen verbessert werden. Das ist aber halt auch der Grund, warum ich in der letzten Zeit weder bei Skype erreichbar war, noch Blogeinträge schreiben konnte.

So viel also zur Uni. Was gibts sonst zu sagen? Mir gehts gut. In Beijing ist es momentan ein bisschen gewittrig. So viele Blitze wie in den letzten 2 Tagen hab ich glaub ich mein ganzes Leben noch nicht gesehen.

Dann gibts natürlich noch die Fussball Weltmeisterschaft. Da die Chinesen schön jedes Spiel im Staatsfernsehen übertragen, muss ich darauf schonmal nicht verzichten. Auch wenn es neben dem Lernen nicht für alle Spiele reicht. Das erste deutsche Spiel um halb 3 nachts habe ich mir allerdings auch angeguckt. Und das Aufbleiben hat sich definitiv gelohnt. Traumhaft und so gut hab ich die Jungs schon lange nicht mehr gesehen. Morgen Abend wird das ganze dann ein bisschen euphorischer in der deutschen Botschaft gefeiert. Mein von Mama zusammengestelltes Fanpaket ist Gott sei Dank auch hier angekommen, so dass ich jetzt voll ausgerüstet bin. Fahne, Schminke, Trillerpfeife und allerlei anderes Zeug zum Krach machen, rote und gelbe Karte zum Verwarnen des Schiedsrichters und der anderen Fans und viele andere Kleinigkeiten haben mich letzte Woche per Paket erreicht. Es kann also richtig losgehen. Ich freu mich auch schon wieder richtig.

Da am Dienstag auch schon mein Geburtstag ist, haben mich die ersten Geschenke schon erreicht. Leider darf ich sie ja noch nicht aufmachen und muss mich noch ein paar Tage gedulden, um zu sehen was drin ist. Ich bin aber brav und lass sie zu.

Sonst geht es langsam dem Ende zu. In 4 Wochen fliegen Stefan und ich schon nach Hause und ich bin auch ein bisschen traurig, dass ich China verlassen muss. In einem Jahr lebt man sich doch ein und es gefällt mir hier sehr gut. Auf der anderen Seite warten zu Hause natürlich viele Freunde und die Familie, die ich so lange nicht mehr gesehen hab.

Mein Zimmer hab ich auch auf die letzten Tage noch ein bisschen mit einer Deutschland und China Flagge geschmückt. Jo sonst wars das erstmal von mir. Vielleicht hab ich am Montag, wenn ich meine Studienarbeit erstmal abgegeben habe, nochmal ein bisschen mehr Zeit Euch was zu erzählen.

Bis dahin erstmal 再见

David


Das Leben in China...

22 05 2010

Ni hao,

ich wollte Euch grad nur mal an einem super guten Spiegel Bericht teilhaben lassen. Er spiegelt so ein bisschen das wieder, was ich hier in den letzten Monaten erfahren und erlebt habe.

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,679712,00.html

Vor allem so Zitate wie:

"Wir Westler betrachten chinesische Lösungen oft als chaotisch,
dilettantisch und absurd - aber es ist eben nicht die einzige und vor
allem nicht die einzig wahre Sichtweise."

Passen einfach wie die Faust aufs Auge, wenn man hier mal gelebt hat.

Stefan und ich waren heute in unserer Sprachschule, wo unsere Chinesischlehrerin für uns lecker gekocht hat. Sonst gibts nicht viel neues außer dem super Wetter draußen.

Damit also viele Grüße nach Deutschland,

Zaijian


谢谢

12 05 2010

... die Überschrift heißt so viel wie Danke. Dann ist mir aber eingefallen, dass ihr das alle wahrscheinlich gar nicht lesen könnt ohne das Chinesisch Pack von Windows zu installieren. Da ich aber mal schwer davon ausgehe, dass ihr das gemacht habt, sollte es also kein Problem sein das mit einem passenden Übersetzungsprogramm in eine gewünschte Sprache zu transferieren. Für alle, die kein Chinesisch Pack haben: Schämt Euch!

Ich komme grad von einem gemeinsamen Essen mit einem Gastdozenten aus Aachen und dem Professor sowie den anderen Studenten. War ganz lustig und wir haben nochmal eine andere Seite des Campus mit einem relativ edlen Restaurant gesehen. War sicher auch nicht ganz billig. Bier gabs auch schon für umsonst um 5 Uhr, so dass ich dann in die Vorlesung danach ein bisschen angeheitert gehen durfte ;-) War aber kein Problem, weil der Gastprofessor da so schlecht Englisch gesprochen und so langsam geredet hat, dass ich selbst, wenn ich zwischenzeitlich in 10 Minuten lange Tagträume verfallen wäre, noch alles verstanden hätte. Das war echt ein bisschen wenig und das wo er doch, wie in China üblich, als "expert" vorgestellt wurde.

Und jetzt noch ein paar Antworten auf Eure Kommentare. Erstmal cool, dass sich doch so viele gemeldet haben. Auch wenn ich davon ausgehe, dass der ein oder andere heimliche Leser sich immernoch hinterm Sessel versteckt :-)

Also erstmal sehe ich, dass ich zumindest den ein oder anderen zu einem Kommentar bewegen konnte, also hat sich das rot färben schonmal gelohnt :-P

zu Niklas oder Gays :-P: Ja meine Augen sind noch dran. Alles andere auch. Vielleicht besteht da tatsächlich eine Verwandschaft zwischen den beiden Gruppen, aber die in Hong Kong wollten uns immerhin nicht bescheißen.

an Kim: Schön, dass du dich meldest! Wo bist du denn hingezogen?

an Timo und Mama: Ich bin nicht geizig geworden. Das war eher ironisch gemeint. Freue mich jedes Mal über die Preise hier. Auf der anderen Seite zeigt es mir halt auch wie man in Deutschland über den Tisch gezogen wird. Einkaufen tun die da nämlich zum selben Preis. Die erweitern nur die Gewinnspanne. Und ich freu mich ja schon auf Deutschland. Aber China hat halt auch was. Keine Angst. Ich komm schon wieder :-)

Mein Knopf hat auch wieder an meine Hose gefunden. Wenn als Maschinenbauer nichts aus mir wird, werde ich Schneider wie Oma :-P Da kann ich mir dann noch nen paar Geheimtipps holen.

an Angelika und Hannah: Schön, dass ihr beiden auch immer so fleißig lest und sogar enttäuscht seid, wenn ihr nichts Neues findet. Das zeigt ja, dass ich immerhin Interesse wecke mit meinen Berichten und sich die Zeit lohnt, die ich hier investiere, um Euch an allem teilhaben zu lassen. Das World Financial Center ist echt richtig hoch. Allerdings fällt es irgendwie weniger auf als in Shanghai oder Dubai die großen Gebäude. Das liegt zum Einen daran, dass es ein wenig abseits der andere steht und somit der direkte Vergleich fehlt, zum anderen aber auch daran, dass der Berg dahinter ein wenig die Verhältnisse verschiebt. Trotzdem passt da unser Häuschen zu Hause doch ein paar mal rein :-P Dass es in Europa viele Städte und Länder gibt, die man sicher mit genauso viel Interesse besuchen kann, glaube ich auch. Und ich habe mir eigentlich auch vorgenommen, wenn ich wieder da bin ein bisschen mehr von Europa zu sehen. Einige der Chinesen, die von hier nach Deutschland gegangen sind, haben in ihrem Jahr in Deutschland sicher mehr von Europa gesehen, als ich in meinem ganzen Leben. Da gibt es also Nachholbedarf. Vor allem angesichts der Tatsache, dass die Wege im Vergleich zu China scheinbar lächerlich kurz sind. 1200 km nach Shanghai bezeichne ich mittlerweile fast als kurz. Damit komm ich in Europa fast überall hin.


So viel also als kleine Wertschätzung für eure Kommentare und ein fröhliches Zaijian!

Wan an = Gute Nacht!


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Der vorerst letzte Streich

10 05 2010

Nimen hao,

liebe Gemeinde, ich möchte Euch zu meinem vorerst letzten Urlaubsbericht willkommen heißen. Aber noch ein paar Worte vorweg. Selbst mich hier in China trifft die ganze Diskussion um den Euro und so weiter, weil ich, wenn ich Geld abhebe für 100 Euro mittlerweile nur noch 860 Kuai kriege anstatt 990 wie am Anfang. Sauerei, aber leider lassen sich die Verkäufer im Silkmarkt nicht davon beeindrucken und verlangen für ein Paar Chucks trotzdem horrende 85 Kuai (knapp 10 Euro nach dem neuen Umrechnungskurs). Unverschämt. Ich konnte gestern trotzdem noch meine letzten Moneten zusammen kratzen, um mir mein mittlerweile viertes Paar hier zu besorgen :-P

Jetzt also zum Urlaub. Es war einfach nur cool. Trotz angesagtem Regenwetter hatten wir durchweg Sonnenschein und endlich sommerliche Temperaturen um 25 bis 30 Grad. Dementsprechend hab ich auch Farbe bekommen und selbst hier in Peking ist es jetzt richtig sommerlich. Die kurze Hose ist Standard und alles warme wurde in den Schrank verbannt.

Donnerstag Morgen ging es also los. Den mittlerweile vertrauten Weg zum Flughafen und ab nach Guilin. Flug verlief einwandfrei und auch die Abwicklung am Flughafen ging flott. Nachdem wir dann vor der Toilette einen deutschsprechenden Chinesen getroffen haben, der mir dabei zugehört hatte, wie ich Stefan versucht habe zu erklären, dass ich die Sitzposition, die man auf einem chinesischen Klo einnehmen muss, nicht beherrsche :-P, gings dann mit dem Taxi in die Innenstadt, um von da aus den Bus in die Nachbarstadt Yangshuo zu nehmen. Manchmal vergisst man einfach, dass es doch Leute gibt, die einen noch verstehen hier. Aber es war lustig. Auf der Busfahrt wurden wir dann mal wieder angestarrt und einer der Chinesen hat sich dann direkt neben Stefan gesetzt, obwohl der in dem kleinen Bus kaum seine Beine zwischen die Sitze klemmen konnte. Chinesen halt ;-) Aber wie wir im Laufe des Urlaubs rausgefunden haben, können wir Deutschen auch eines wirklich gut: Meckern. Man erwischt sich doch ziemlich oft dabei :-D Zur Entschuldigung sei gesagt, dass die Chinesen es aber auch gut provozieren ;-)

Nun aber zu den Bildern. In Yangshuo angekommen erwartete uns eine super Landschaft. Die Stadt ist relativ klein mit 300 000 Einwohnern, hat sich aber aufgrund der schönen Umgebung zum Touristenpilgerort entwickelt. Aus gutem Grund. So vermischt sich aber auch viel modernes mit antikem. Das zeigt das folgende Bild sehr gut. McDonalds und im Hintergund die Pagode.

Im Hintergrund kann man schon die Berge erkennen. Echt wunderschön alles. Abends sind die schön beleuchtet und machen echt was daher. Vor allem ist es cool, weil die Landschaft sonst eigentlich flach ist und die Berge sozusagen aus dem Boden wachsen. Erinnert ein bisschen an Avatar. Nach einem leckeren Essen haben wir uns dann auf den Weg zu unserem Hotel gemacht.

Der gute Mann hat Bruder Jakob auf seiner Flöte getrellert.

Und hier das Standard Fortbewegungsmittel der Einwohner. Neben dem Fahrrad und tausenden Rollern.

Das Hotel war wirklich gut. In unserem ersten Raum hatten wir zwar das Lüftungsrohr vor der Scheibe, aber ein Wechsel in ein anderes Zimmer war kein Problem. Es gab sogar nen Balkon. Also alles tip top. Vor der Haustür verlief dann sogar der Li River. Das Land ist hier durchzogen von Flüssen und gibt dem ganzen durch die grüne Erscheinung nochmal mehr Charm, vor allem, wenn man aus dem eher grauen Peking kommt.

Den vierten Stock gibts hier nicht, weil 4, also sì so klingt wie si mit dritten Ton, also das Wort für tot. Und da die Chinesen so schön abergläubig sind, wird der dann einfach mal weggelassen.

Während unseres Aufenthaltes in Yangshuo haben wir dann so allerlei Touri-Programm mitgemacht. Von der Bambus Flusstour über die Fahrradtour zum Moon Hill bis hin zu dem Barbesuch am Abend durfte nichts fehlen.

Die Bambusfloß Tour war allerdings richtig geil. Endlich Sonne, entspannen und die Uni einfach mal vergessen in der traumhaften Landschaft. So hatten wir uns das vorgestellt.

Der Micha auf seinem Floß ;-)

Hier mal nen wirklich schönes Bild von der Landschaft.

Es gab sogar kleine Wasserfälle, die man mit dem Floß hinunten gerutscht ist.

Danach gings dann weiter mit dem Fahrrad zum Moon Hill. Das ist ein Berg, der quasi ein Loch in der Mitte hat, auf dessen oberen Teil man aber noch klettern konnte. Bei der Wärme war das ein ganz schön schweißtreibendes Gekraksel, aber es hat sich sowas von gelohnt. Die Aussicht war einfach atemberaubend und kann leider nicht in Bildern festgehalten werden.

Die Fahrräder waren fast besser als unsere in der Uni.

Geschafft!

Da bin ich nochmal nen bisschen geklettert. Keine Ahnung, was der Pin da oben gemacht hat.

Der letzte Tag begann dann erstmal mit einem leckeren Frühstück. Endlich wieder richtig frühstücken mit Ei und Brot und Marmelade und allem. War lecker.

Danach wollten wir dann eigentlich Roller leihen, um die Gegend noch etwas zu erkunden, aber das war uns dann zu teuer bei der guten Wendy, die uns doch einen "special price for you" machen wollte. Da halfen auch ihre Empfehlungen in ihrem kleinen Büchlein nichts, die ihr zahlreiche deutsche Touris gegeben hatten.

Links das ist Wendy. Damit fiel die Entscheidung dann wieder zugunsten des Fahrrades.

Das nochmal ein paar Eindrücke von der kleinen Stadt, die uns wirklich gut gefallen hat mit ihrer super Landschaft, wobei das gute Wetter sicher auch seinen Teil dazu beigetragen hat. Diese ländliche Seite sollte mit unserem Weiterflug nach Shenzhen, der letzten Stadt vor der Grenze zu Hong Kong, dann auch vorbei sein. Dort würden uns Wolkenkratzer und viel Asphalt erwarten.

Zum Flughafen gings wieder mit dem Taxi, weil mittlerweile die Hölle los war in Yangshuo aufgrund der chinesischen Feiertage. Tausende Chinesen drängelten sich mittlerweile über die Straßen und der Verkehr war mal wieder abenteuerlich. Deswegen hatte sich die Busoption schnell als relativ riskant und stressig herausgestellt und das Taxi gewonnen.

Der Flug nach Shenzhen ging dann flott. Grad gestartet und direkt wieder in den Landeanflug, nachdem man einen kleinen Snack aus Erdnüssen und getrockneten Apfelcrackern genießen konnte. War natürlich nichts für mich mit meinen Allergien, aber mein Nachbar hat sich gefreut. In Shenzhen sind wir dann mitten in der Nacht gelandet und um kurz nach 1 am Hotel angekommen. Das Einchecken verlief dann aber mal wieder chinesisch. Gebucht war ein Doppelzimmer mit Zustellbett und insgesamt für 3 Personen. Das Bett sollte 80 Kuai extra kosten und alles war gut. Nachdem wir dann allerdings erstmal 15 Minuten auf die Rezeptionistin warten mussten, die scheinbar oben im Bett gelegen hatte, konnte die kein Wort English, was erstmal kein Problem gewesen wäre. Aber Chinesisch wollte sie scheinbar auch nicht mit uns reden und fing an bei einem Online Translator alles was sie mit dem Wachmann bequatscht hatte einzugeben. Wir sollten dann hinter die Theke kommen und lesen, was die Maschine in absolut gebrochenem Englisch ausspuckte: "You stay 3 person here for 2 nights" und zwischendrin noch unidentifizierbare Worte. Das hätten wir auch in Chinesisch verstanden. Nun gut. Also haben wir das ganze dann abgenickt und ihr gezeigt, dass wir auch ein paar Worte Chineisch können. Dann gabs die Schlüssel und wir machten uns auf den Weg in unser Zimmer. Müde und geschafft wollten wir einfach nur schlafen.

Als die Tür aufging erwartete uns ein ziemlich kleiner Raum mit 2(!) Betten und keinerlei Anzeichen darauf, dass hier irgendwie etwas für 3 Personen vorbereitet gewesen wäre. Wir also wieder runter, um uns zu beschweren. Dann wurd die gute Frau allerdings ziemlich unfreundlich und kein bisschen einsichtig und meinte wir wären es Schuld gewesen und hätten den falschen Raum gebucht. Uns darauf vllt schon vorher hinzuweisen, dass in dem Raum nur zwei Betten stehen, schien sie scheinbar nicht für nötig zu halten. Unsere Gelduld war ziemlich am Ende und die Uneinsichtigkeit der beiden Hotelmitarbeiter tat auch nicht grad ihren Teil zur Lösung des Problems bei. Nen zweiten Raum hatten sie auch nciht mehr, so dass uns nihcts anderes übrig blieb, als zu dritt in 2 Betten zu schlafen, weil sich mitten in der Nacht nichts neues mehr finden würde. Vor allem nciht mitten in den chinesischen Ferien. Am nächsten Morgen kam es dann alerdings ncoh dicker. Wir hatten uns nach unten zum Frühstück begeben und noch nicht aufgegessen, da kam schon eine Hotelmitarbeiterin angelaufen und hielt uns einen Zettel hin, den wir doch unterschreiben sollten, weil wir ja nur Frühstück für 2 Leute gebucht hätten. Da war die Geduld dann wirklich am Ende und wir haben erstmal ziemlich bestimmt gesagt, dass wir gar nichts unterschreiben und erstmal in Ruhe essen wollte. Das Frühstück war außerdem auch noch nen Witz.

Nach einer halben Std Diskussion an der Rezeption war die Rezeptionistin immernoch nicht bereit gewesen sich zumindest mal zu entschuldigen oder uns die 2 Euro für das Frühstück zu erlassen und wir woillten hier keine weitere Nacht mehr bleiben. Somit wurde der Plan einen Tag in Shenzhen zu verbringen über den Haufen gworfen und wir begaben uns, nach sofortigem Auschecken, in Richtung Hong Kong. Das gute Wetter machte die schlechte Laune ganz schnell wieder vergessen und wir müssten uns nur noch ein Zimmer in Hong Kong suchen.

Dazu fuhren wir erstmal zu dem Hostel, das wir für die nächste Nacht gebucht hatten. Vorher hatte noch die Passkontrolle an der Grenze angestanden und über einen Fussgängertunnel gings dann nach Hong Kong. Zwischen der Volksrepublik China und ihrer "Sonderverwaltungszone" Hong Kong sind nach bester DDR Manier Mauern und Stacheldrahtzäune aufgestellt und fotografieren ist verboten. Als wir die Formalitäten dann geklärt hatten und mit der U-Bahn an dem Gebäudekomplex angekommen waren, in dem neben vielen anderen Hostels und Guesthouses unser gebuchtes Hostel gelistet waren, erwartete uns folgende Ansicht.

Richtig, so schön wie links im Holiday Inn hätte es aussehen können. Das ist in Hong Kong aber alles andere als günstig. Unser Hostel war in dem rechten Gebäude, names "Chungking Mansion". Unter andere beherbergte dieses Gebäude Gasthäuser wie Deluxe Hotel. Die Zeiten, in denen das Deluxe war, sind sicher auch schon ein paar Tage her.

Nun gut. Vom äußeren Schein wollten wir uns nicht trügen lassen, weil dir das Best Hostel 2009 mit der besten Bewertung gebucht hatten und uns die Bewertungen bereits auf sowas vorbereitet hatten. Nachdem wir uns dann an einigen drängelnden Indern vorbeigedrückt hatten, die uns gerne ihr Hostel angedreht hätten, kamen wir dann vor unserem an. Leider war natürlich kein Platz mehr frei, so dass wir uns nach etwas anderem umschauen mussten. Der Hostelbesitzer war allerdings sehr hilfsbereit und hat uns dann angeboten eine Nacht bei seinen Nachbarn, den Indern :-P, zu schlafen. Wir duften uns da Zimmer auch vorher angucken. Es war nichts tolles, aber wir brauchten nunmal ne Unterkunft und es sollte ja nur für eine Nacht sein. Die Typen, die da rumliefen waren allerdings sicher keine Leute, die nur mit ehrlichen Geschäften ihr Geld verdienten. Aber wir hatten ein besseres Gefühl, weil uns der gute Herr Simon von unsrem Hostel angeboten hatte, alles zu klären und wir uns keine Sorgen machen sollten. Die Wertsachen wurden dann alle in einen Rucksack gepackt, den wir mitgenommen haben und es ging los in die Stadt zum Erkunden.

Hier mal ein paar Eindrücke aus dem Treppenhaus und der Blick in einen Hinterhof. Ziemlich gruselig. So waren auch die Typen, die da alle rumschlichen. Keine Ahnung, was die alle für Geschäfte betrieben. Unten waren so allerlei Elektrolädchen, aber so viele Menschen braucht da niemand. Alles sehr dubios, aber egal.

Unser Weg führte uns dann erstmal nach Hong Kong Island, um den Berg hochzufahren und die Aussicht zu genießen. Einfach cool sag ich Euch. Hong Kong ist noch nen bisschen cooler als Shanghai. Es liegt am Meer, ist supermodern und hat sogar noch nen Berg. Alles ist grün und man merkt sehr deutlich die kolonialen Einwirkungen. Es fährt eine Tram und die Taxen sind alle englische Autos. Es herrscht Linksverkehr und es gibt Brot. Ein Traum. Sogar nen Döner haben wir gegessen. Irgendwie war hier China nicht wirklich vorhanden. Kein Mensch rotzt auf die Straße oder zieht die ganze Soße aus seinem Innersten hoch. Alles geht etwas organisierter uns schneller voran. Westlich halt.

Die Tram.

Ein hohes Gebäude nach dem anderen. Wie Micha hier sehr richtig zeigt: Hoch isses! 7 Mio Einwohner hat Hong Kong. Das ist ja quasi noch klein in China, wenn man aus Peking kommt oder mal in Shanghai war. Aber die Hochhäuser sind definitiv beeindruckend. Vor allem auch die Skyline am Wasser. Die ist abends beleutet und immer um 8 Uhr gibts eine Lasershow. Einfangen kann man die mit Fotos leider nicht, aber sowas muss man auch mit eigenen Augen gesehen haben. Es war echt cool.

Hong Kong von oben.

Das bin ich, falls ihr mich nciht mehr kennt!

Hehe, wir drei!

Man muss den Blick auch mal in die Ferne schweifen...

Das Standardbild. Ich in der Peaktram zwischen einem Haufen Chinesen!

Das World Financial Center. 420 Meter hoch und mittlerweile mein 5. Gebäude der welthöchsten, was ich in den letzten paar Monaten zu Gesicht bekomme nach Dubai und Shanghai.

Das Auto musste ich dann auch noch eben umparken, weil die Leute gemeckert haben.

Hier die Skyline bei Nacht.

... nochmal in Farbe

Ich alleine vor dem Lichterspektakel...

Und dann noch ein paar Poser und Akrobatenfotos. Wir hatten Spass :-)

Am zweiten Tag gings dann mit dem offenen Doppeldeckerbus durch die Stadt.

Der Micha und ich.

Ne typische Straße in Hong Kong mit den vielen Leuchtreklamen und Schildern, teilweise bis fast auf die andere Straßenseite bei kleineren Straßen.

Wie in London: "Look right". Da fällt mir direkt noch was ein. Die können hier Englisch. Jeder Mensch spricht Englisch. Und zwar nicht Chinglisch, sondern richtiges Englisch. Keine Schilder mehr mit komischen oder witzigen Formulierungen. Alles so wie man es erwarten würde.


Ein Taxi


Die Tramspur

Micha vorm World Financial Tower.

Die Statue, die Hong Kong von den Festlandchinesen zur Wiedervereinigung bekommen hat.

Typische Sicht in Hong Kong. Enge Straßen, hohe Häuser.

Nach der Busrundtour haben wir dann das Boot auf die andere Seite Hong Kongs genommen. Abends gings nur noch in eine Bar. Das Bierchen hat den schönen Tag dann ausklingen lassen.

Hier noch ein paar Eindrücke von unserem zweiten Hostel. Klein, aber oho. Kühlschrank, Dvd-Player, Klima bei der man sogar schlafen kann ohne zu denken, dass einem ein Lkw übers Kopfkissen rast und alles sauber. Das kann man nicht überall finden.

Am letzten Tag vor unser Abreise stand dann noch ein kleiner Spaziergang durch einen Park und zum Hafen an.

Hafen mit Katamaranfähren. Solche fahren auch nach Macao von Hong Kong aus.

Außerdem haben wir vor unserem Abflug nach Peking noch die Avenue of Stars angeguckt. Eine Kopie des Walk of Fame mit chinesischen Schauspielern. Eigentlich kannte man keinen außer Jet Li, Jackie Chan und Bruce Lee.

Wer von den beiden ist Bruce Lee?

Dann musste ich mal wieder für nen Foto bereitstehen. Wenn damit ein Chinese angefangen hat, wollten auf einmal ganz viele andere auch. Dann erst zu dritt, dann jeder alleine, dann mit Stefan und Michi. Das nahm gar kein Ende mehr und wir haben uns dann irgendwann schnell vom Acker gemacht. Wie man sieht amüsiert sich Stefan auch ganz gut.

Danach gings dann mit dem Doppeldeckerbus zum Flughafen. Ich saß sogar ganz vorne vor der Scheibe

Im Flugzeug wurde es dann nochmal richtig deutsch. Wir haben schön gemeckert, weil wir erst 2 Stunden später losgeflogen sind und die ganze Zeit im Flugzeug warten mussten. Deswegen bin ich dann auch zu spät zur Vorlesung gekommen, aber halb so wild.

Wie ihr also seht, wars wieder ein super Urlaub. Leider wohl mein letzter. Vielleicht fahre ich nach meinen Klausuren und allem, bevor ich nach Hause fliege, nen paar Tage zur Expo oder sonst wo hin. Aber das steht noch nicht fest und hängt davon ab, wie die Studienarbeit läuft. Momentan hab ich ein straffes Programm, aber die Sonne machts alles erträglich. Ich bin rihctig gut gelaunt und in Sommerstimmung.

Danke also erstmal an alle, die es mit dem Lesen bis hier hin geschafft haben. Ich weiß es war wieder viel, aber ich komme immer in so einen Fluss. Nur noch knapp 2 Monate und dann bin ich auch schon wieder zu Hause. Einfach krass wie schnell die Zeit verging. Aber auch ganz schön Euch alle bald wieder zu sehen. Auch wenn ich China sicher ein bisschen vermissen werd.

Vielleicht nochmal die Aufforderung an alle heimlichen Leser mal einen kleinen Kommentar loszuwerden. Lasst mich auch mal was von Euch hören. Nicht immer nur die üblichen Verdächtigen! :-P Und sagt mir nicht ihr hättet es überlesen. Es ist in der Nationalfarbe Rot gehighlightet, um nochmal einen schönen Anglizismus zu benutzen.

Viele Grüße und Zaijian,

der David